
Die globalisierte Welt wird immer unfriedlicher, Hunger, Armut, Kriege und Bürgerkriege, Terrorismus, Flucht und Vertreibung nehmen zu.
Der Krieg im Irak, begründet mit erfundenen Beweisen und falschen Behauptungen, hat über einer halben Millionen Menschen das Leben gekostet. Und ein Ende ist nicht in Sicht.
Der Krieg gegen Afghanistan eskaliert. In regelmäßigen Abständen ist zu hören, dass neue Soldaten und mehr Kriegsgerät nach Afghanistan geschafft werden sollen. Auch von Seiten der Bundeswehr.
Und in den Schubladen in Washington und Berlin liegen offensichtlich schon Pläne für neue Kriege: Sudan, Somalia und vor allem Iran.
Gleichzeitig wird bei auftretenden Konflikten immer schneller nach dem Militär gerufen, folglich nehmen die Auslandseinsätze der Bundeswehr deutlich zu.
Gleichzeitig tut die Europäische Union (EU) alles, um beim Kriegführen ganz vorne mit dabei zu sein. Der EU-Verfassungsentwurf setzt auf militärische Gewalt als Mittel der Politik. Die NATO ist zu einem Durchsetzungsinstrument für die Interessen ihrer Mitgliedsstaaten, allen voran die USA, geworden.
"Die Deutschen müssen wieder töten lernen", titelte kürzlich der Spiegel. Vergessen sind die Lehren aus der Zeit, als die Deutschen "noch töten konnten". Die Lehren aus Nationalsozialismus und Shoa "Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg" scheinen nicht mehr zu gelten.
Die Politik der militärischen Gewalt aufhalten!
Mit dieser Sommerakademie wollen wir
gemeinsam mit anderen interessierten Menschen aus dem In- und Ausland Alternativen zur vorherrschenden Gewaltpolitik aufzeigen,
mit WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, Aktiven der Friedensbewegung und anderer sozialer Bewegungen neue Kompetenzen erwerben und Konzepte für die Praxis entwickeln,
in Exkursionen zum ehemaligen KZ-Buchenwald und zum Biosphärenreservat Rhön Gemeinsamkeiten mit der antifaschistischen und Ökologie-Bewegung erarbeiten,
und in einer schönen Umgebung mit ausreichend Freizeit in einer entspannten Atmosphäre einander kennen lernen und ins Gespräch kommen, miteinander diskutieren und natürlich auch feiern.
Suchen wir nach neuen Wegen einer friedenspolitischen Widerstandskultur.
Bundesausschuss Friedensratschlag, c/o DGB, Spohrstraße 6, 34117 Kassel